Autonomous driving paper index

Gesundheitsverhalten im Kontext von Klimawandel – Wissen, Einstellungen und Motivation zu klimarelevantem Ernährungs- und Bewegungsverhalten

2026-08-07 · University of Regensburg Publication Server (University of Regensburg)

autonomous drivingbev

One-line summary

Das aktive Zurücklegen von Wegstrecken sowie die Reduzierung von Fleischkonsum sind beides Verhaltensweisen, die sowohl gesundheitsförderlich sind, als auch zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen.

Engineering notes

Key topics: autonomous driving, bev. See the paper for implementation details and experimental results.

Chinese explanation / 中文解读

中文解读待补充:本站会优先为端到端自动驾驶、BEV感知、3D目标检测、轨迹预测、路径规划、LiDAR感知等高价值论文补充中文说明。

Original abstract

Das aktive Zurücklegen von Wegstrecken sowie die Reduzierung von Fleischkonsum sind beides Verhaltensweisen, die sowohl gesundheitsförderlich sind, als auch zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen. Auf Grund dieses doppelten Nutzens spricht man auch von Co-Benefits. Um besser zu verstehen, inwieweit Klima- bzw. Umweltschutz relevante Beweggründe sein können, um diese Gesundheitsverhalten zu fördern, verfolgt die Arbeit zwei Ziele. Erstens soll das aktive Mobilitätsverhalten von in Deutschland lebenden Erwachsenen analysiert, Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen untersucht und festgestellt werden, ob Klimaschutz ein relevantes Motiv für aktive Mobilität ist. Zweitens soll die Studienlage bezüglich individuellem Fleischkonsum im Kontext des Klimawandels in einem systematischen Scoping Review zusammengefasst werden. Dabei werden folgende Aspekte untersucht: (1) das Bewusstsein über den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Klimawandel, (2) die Bereitschaft, den Fleischkonsum zu reduzieren, um das Klima zu schützen, und (3) Bevölkerungsgruppen, die aus Klimaschutzgründen ihren Fleischkonsum bereits reduziert haben. Um das erste Ziel der Arbeit zu erreichen, werden Daten von 4.971 Erwachsenen aus der bundesweiten Gesundheitsbefragung „Gesundheit in Deutschland aktuell 2021“ verwendet. Zusammenhänge zwischen aktiven Mobilitätsverhalten bzw. Motiven und soziodemografischen sowie gesundheitsbezogenen Variablen werden mittels logistischer Regressionsmodelle analysiert. Über 80 Prozent der in Deutschland lebenden Erwachsenen legen Wege mindestens einmal pro Woche zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Zu Fuß gehen ist die deutlich häufiger genutzte aktive Fortbewegungsmethode. Frauen gehen häufiger zu Fuß, während Männer häufiger Fahrrad fahren. Ein höheres Bildungsniveau, ein besserer subjektiver Gesundheitszustand und das Leben in größeren Gemeinden stehen im Zusammenhang mit einer häufigeren Fortbewegung zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Aktive Mobilität wird durch eine Reihe von Gründen motiviert, wobei die Vorteile für die Gesundheit und die körperliche Bewegung am häufigsten genannt werden. Klima- und Umweltschutz wird mit 68 Prozent am dritthäufigsten genannt – häufiger von Frauen und von Personen, die mindestens an vier Tagen pro Woche Fahrrad fahren. Die Förderung aktiver Mobilität, besonders bei Personen mit geringerer Bildung und Frauen (beim Fahrradfahren), könnte durch weitere Erkenntnisse über Barrieren profitieren. Der Klimaschutz ist ein relevantes Motiv und sollte daher in Programmen zur Förderung aktiver Mobilität neben dem Gesundheitsnutzen stärker berücksichtigt werden. Für das zweite Ziel der Arbeit wird ein Scoping-Review gemäß den erweiterten PRISMA-Richtlinien für Scoping-Reviews erstellt. Fünf Datenbanken werden systematisch durchsucht. Eingeschlossen werden nur Originalstudien mit Peer Review, die in den Jahren 2015-2025 und in englischer, deutscher, dänischer oder niederländischer Sprache veröffentlicht sind. Das Scoping Review umschließt 93 Artikel und fasst die Daten in einer narrativen, deskriptiven Evidenzsynthese zusammen. Die meisten Studien stammen aus Europa, werden unter Erwachsenen durchgeführt und verwenden ein quantitatives Studiendesign. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Bewusstsein für das Klimaschutzpotenzial eines reduzierten Fleischkonsums überwiegend gering ist. Es scheint, dass insbesondere Personen mit höherem Fleischkonsum die Wirksamkeit einer Reduzierung im Hinblick auf den Klimaschutz geringer einschätzen. Darüber hinaus haben mehrere Studien gezeigt, dass Frauen und Personen mit niedrigerem Fleischkonsum eher bereit sind, ihren Konsum zu reduzieren. Klimaschutz ist meist nicht das Hauptmotiv für die Reduktion des Fleischkonsums, aber in der Regel eines der drei häufigsten genannten Motive – neben Gesundheit und Tierschutz. Die Nutzung von standardisierten, validierten Instrumenten in repräsentativen Stichproben würde die Vergleichbarkeit zwischen den Ländern verbessern. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels wäre es sinnvoll, Veränderungen in Bewusstsein, Bereitschaft und Motivation weltweit zu beobachten. In Kampagnen zur Förderung von Bewegung und gesunder Ernährung sollten möglichst viele Co-Benefits von Verhaltensänderungen betont, Barrieren abgebaut und Förderfaktoren ausgebaut werden. Das gesundheits- und umweltgerechte Bepreisen von Lebensmitteln und transportbedingter Ausgaben kann zum Beispiel als politisches Steuerungsmittel unterstützend wirken. Insbesondere die Kombination von Maßnahmen, die sowohl auf das individuelle Verhalten als auch auf die Verhältnisse abzielen, scheint vielversprechend, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu ermöglichen.

5.0Engineering value
7.0Research novelty
5.0Business relevance

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